Apelsteine

Apel ließ in den Jahren 1861 bis 1864 aus eigenen Mitteln 44 dieser Marksteine aufstellen. Sechs weitere wurden danach aus privater Hand, aus einer Stiftung Apels und von Vereinen errichtet.
Die Apelsteine sind ursprünglich rechteckige Säulen aus Sandstein von etwa 1,5 m Höhe. Für die Stellungen der Koalitionstruppen sind die Steine mit einem spitzen Kopf (umgekehrtes V für Verbündete) sowie dem Buchstaben V und für die napoleonischen Truppen mit einem runden Kopf und einem N versehen. Die Inschriften der Steine zeigen auf der dem Schlachtfeld zugewandten Seite den Namen und das Datum des jeweiligen Gefechts und auf der anderen die Namen der Heerführer sowie die Truppenbezeichnung und -stärke. Zwei Pfeile an den Schmalseiten bezeichnen den Verlauf der Front. An den Köpfen der Steine sind die Himmelsrichtungen angegeben. Bis zur Nr. 42 wurde auch die Regel eingehalten, dass den Koalitionstruppen die geraden und den napoleonischen die ungeraden Nummern zugeordnet wurden.
Da sich der Sandstein als wenig widerstandsfähig erwies und die Bautätigkeit die zunächst außerhalb der Stadt stehenden Steine erreichte, wurde bereits im 19. Jahrhundert damit begonnen, zahlreiche der Steine durch Kopien (zum Teil mehrfach und auch aus härterem Material) zu ersetzen und sie gegebenenfalls etwas vom Originalplatz abweichend aufzustellen. Dabei wurde vielfach von der Größe und mitunter auch von der Form der Originale abgewichen, wie zum Beispiel durch nach oben verjüngte Steine im Leipziger Westen oder durch Sockel und Aufsätze. Beim Kopieren schlichen sich auch einige Textfehler ein.

Quelle: Wikipedia